Was kostet eine Website wirklich? Ehrlicher Überblick für kleine Unternehmen
"Was kostet eine Website?" ist eine der Fragen, die ich am häufigsten höre, und gleichzeitig eine, die sich nicht seriös mit einer einzigen Zahl beantworten lässt. Trotzdem lässt sich das Thema entwirren, wenn man versteht, wovon der Preis eigentlich abhängt.
Warum es keine pauschale Antwort gibt
Eine Website ist kein Produkt von der Stange, auch wenn Baukästen das manchmal suggerieren. Der Preis hängt davon ab, wie viele Seiten gebraucht werden, ob Inhalte und Bilder schon vorhanden sind, ob eine individuelle Gestaltung gewünscht ist, und wie viel technische Funktionalität (Formulare, Shop, Buchungssystem) eingebaut werden soll.
Die drei grundsätzlichen Wege
Baukästen (wie Wix oder Jimdo) sind günstig im Einstieg, oft schon für wenige Euro im Monat. Dafür sind Design und Funktionen auf das beschränkt, was der Baukasten hergibt, individuelle Wünsche stoßen schnell an Grenzen, und ein späterer Wechsel ist oft mühsam, weil sich Inhalte kaum sauber exportieren lassen.
Freelancer bieten meist die beste Balance aus Individualität und Preis, ein persönlicher Ansprechpartner, ohne den Kostenaufschlag einer großen Agentur.
Agenturen liefern in der Regel den größten Funktionsumfang und mehrere Ansprechpartner (Design, Text, SEO), was sich entsprechend im Preis niederschlägt.
Was den Preis wirklich beeinflusst
Unabhängig vom gewählten Weg entscheiden vor allem diese Faktoren über die Kosten: Anzahl der Seiten, ob Texte und Bilder selbst geliefert werden oder mit erstellt werden müssen, individuelles Design versus Vorlage, sowie zusätzliche Funktionen wie ein Kontaktformular, ein Buchungssystem oder ein Onlineshop.
Was oft vergessen wird: laufende Kosten
Eine Website ist mit dem Launch nicht "fertig". Domain, Hosting, gelegentliche Updates und Wartung fallen weiterhin an, bei den meisten kleinen Unternehmenswebsites ein überschaubarer, aber realer monatlicher Posten, der von Anfang an eingeplant werden sollte.
Die eigentlich wichtigere Frage
Statt nur nach dem Preis zu fragen, lohnt sich die Gegenfrage: Was soll die Website für das Unternehmen konkret leisten? Eine reine Online-Visitenkarte braucht weniger als eine Seite, die aktiv neue Kunden über Google gewinnen soll. Aus dieser Antwort ergibt sich ein realistisches Budget von selbst.
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